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Was du schon immer übers Blumenpressen wissen wolltest

Blumen pressen – Anleitung, Tipps & Methoden

Wie presst man Blumen richtig? Welche Methode ist die beste? Und wie lange muss ich eigentlich warten bis die Blumen fertig gepresst sind? Und was mache ich dann mit den gepressten Blumen?
Das sind die Fragen, die ich am häufigsten bekomme – darüber habe ich ein ganzes Buch geschrieben …
Hier findest du meine Antworten. 

Wie presst man Blumen am besten?

Kurze Antwort: Mit einer Blumenpresse. Ich habe wirklich alle Methoden ausprobiert – aber keine liefert so schöne, gleichmäßige Ergebnisse wie eine richtige Presse. Deswegen ist meine Presse auch immer dabei, egal ob beim Wandern oder im Urlaub.

Welche Blumen eignen sich zum Pressen?

Blumen pressen gelingt am besten mit frischen, trockenen Pflanzen. Das heißt: keine taufeucht oder regennassen Pflanzen – die schimmeln schnell. Und auch halb vertrocknete Exemplare liefern keine schönen Ergebnisse mehr. Bei Blumensträußen also nicht zu lange warten.

Voluminöse Blüten wie Hortensien oder Rosen sowie Pflanzen mit dicken Stielen am besten mit einem scharfen Messer teilen und in Teilen pressen. Braune oder beschädigte Pflanzenteile unbedingt vor dem Pressen entfernen.

Für schöne Ergebnisse beim Blumen pressen gilt:

  • Nur frische & trockene Pflanzen verwenden
  • Voluminöse Blüten & Stängel teilen
  • Nicht in der Mittagshitze pflücken
  • Stiele sauber schneiden
  • Braune Blätter entfernen
  • Blüten aufgefächert mit dem Kopf nach unten einlegen

Wie lege ich Blumen richtig in die Presse?

Störende Pflanzenteile vorsichtig abschneiden. Dann Blätter und Blüten zwischen Daumen und Zeigefinger flach drücken – am besten auf den Blütenstempel drücken und die Blütenblätter vorsichtig auseinanderfächern. Überlappende Blätter mit den Fingern oder einer Pinzette ausrichten.

Blüten mit der Vorderseite nach unten auf das Papier legen und nochmal leicht andrücken. Darauf achten, dass sich die Pflanzen nicht berühren – sonst verkleben sie beim Pressen miteinander. Ist eine Lage befüllt, mit einem zweiten Papier und einer Pappe bedecken, dann kommt die nächste Schicht.

Zum Schluss den Deckel auflegen und die Schrauben fest anziehen.

Tipp: Auch wenn ein ganzer Blumenstrauß gepresst werden will – nimm dir Zeit für jede einzelne Blüte. Es lohnt sich!

Wie lange dauert das Blumen pressen?

Je nach Pflanze 3–6 Tage.
Ziehe nach 1–2 Tagen die Schrauben nochmal nach. Du kannst die Presse zwischendurch öffnen und nachschauen – aber vorsichtig, damit sich nichts verschiebt. Fertig gepresst bedeutet: wirklich flach und trocken.

Was mache ich mit gepressten Blumen?

Das ist die Frage, die ich am zweithäufigsten bekomme! Viele haben mir erzählt, dass sie das Blumenpressen als Kind geliebt haben – aber keine Idee haben, was sie mit den gepressten Schönheiten machen sollen.

Genau dafür habe ich mein Buch »Veilchen, Farn und Ringelblumen« geschrieben: über 50 kreative DIY-Ideen vom Herbarium über Grußkarten, Lesezeichen und Wanddekoration bis hin zu Hochzeitspapeterie, Kerzen und Schmuck. Viele der Projekte lassen sich übrigens auch wunderbar mit Kindern umsetzen.

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Von der Wahl des richtigen Klebstoffs über Floating Frames bis zum Herbarium – findest du alles in diesem Blogartikel: Basteln mit gepressten Blumen

BASTELN MIT GEPRESSTEN BLUMEN

DIY: Blaudruck mit gepressten Pflanzen: Mit Sonnenlicht und lichtempfindlicher Farbe zum selbstgemachten Wandhänger.

Geht Blumen pressen auch ohne Blumenpresse?

Ja – aber wirklich nur mit Abstrichen. Zwei Alternativen, die ich ausprobiert habe:

Bügeln: Die Pflanzen werden zwischen saugfähigem Papier auf kleinster Stufe ohne Dampf für einige Sekunden gebügelt. Klingt praktisch, überzeugt mich aber nicht – die Blüten werden oft labbrig und verlieren ihre Farbe.

Mikrowelle: Die Pflanzen kommen zwischen zwei Fliesen und Papierlagen in die Mikrowelle. Wird sehr heiß, was den meisten Pflanzen nicht gut tut – und der Geruch der austretenden Pflanzensäfte ist ziemlich unangenehm.

Wenn ich meine Presse mal nicht dabei habe, nehme ich ein stabiles Buch zur Hand. Achtung: Die Feuchtigkeit und Pflanzensäfte können Spuren im Buch hinterlassen. Für besonders große Pflanzen sind Holzbretter mit Lagen Pappe und saugfähigem Papier noch besser – mit ein paar schweren Büchern obendrauf zum Beschweren.

Mein Fazit: Genauso wie eine Pflanze Zeit braucht zum Wachsen, braucht das Pressen Zeit. Ich finde, das lohnt sich.

Du hast noch Fragen?

Du hast noch Fragen zum Blumen pressen? Schreib mir – ich helfe dir gerne weiter: Jetzt Mail schreiben

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