Sternengeschnibbel

Papiersterne & Schneeflocken

Weihnachtlich Falten und Schnibbeln im Hause karamelo.
(Ich übe schon mal für die Bastelnachmittage, die sich im Adventskalender verstecken)

Sterne, Flocken & Ranken bevölkern den Tisch. Ich hatte ganz vergessen, wieviel Spaß das Werkeln mit Papier & Schere bringt. Das Auseinanderfalten ist der große Moment, denn man ich weiß nie, wie das Schneidwerk nachher aussieht.
Der  Zusammenhang zwischen Schnitt & Muster muss sich irgendwo zwischen den Papierlagen verstecken, mir ist nur noch nicht ganz klar, wo.

Schöne Beispiele & Anleitungen für die Falterei finden sich hier und hier, und da und dort.

Die letzten …

Die letzten, bunten Herbstblätter ...

… Blätter hängen noch an den Ästen & Zweigen.
Aber schon ein kleiner Windstoss genügt um sie gen Erde zu befördern …
Die Farben weichen und ich verabschiede mich langsam vom Herbst mit seinen leuchtenden Tönen und stelle mich auf monochromere Monate – aber bitte mit ein paar Glitzereffekten! – ein.

Feiertagsbrot

karamelo Brot

karamelo Brot
Endlich!
Mir ist ein leckeres Brot gelungen! Ganz so, wie es sein soll. Ich dachte schon, nachdem die letzten Ergebnisse aussen meist sehr knusprig, aber innen noch halbroh waren, der Versuchung selbstgebackenen Brotes für den Rest meines Lebens widerstehen zu müssen! Ich bin nicht sicher, ob es am TOPF lag, oder an der langen Gehzeit, vielleicht aber auch an der schönen Beschreibung vom Fräulein, die mich dieses köstliche Knusprige fabrizieren ließ.
Davon in Zukunft mehr! Unbedingt!

Mit Suppe gut, aber (fast) noch besser mit Karamell.

Unerwartet

QuittenBlätter

Gestern in der Stadt:
Wir gehen an einer Frau vorbei, die anscheinend vor einer Haustür auf Einlaß wartet.
Vor ihr eine Stiege gefüllt mit wunderbaren, gelben Quitten.
Ich zum Sohn: »Schau mal, ganz viele Quitten«
Sohn: »Hmmmm«.
Frau: »Sie können sich gerne welche nehmen!«
Ungläubiger Blick meinerseits.
Frau: »Bitte!«

Eine freundliche Geste, mitten auf der Straße, einfach so.

Herbststücke

Herbststücke

Fundstücke vom Wegesrand. In die Taschen gesteckt und immer wieder befühlt. Die rauhe, weiche, glatte, harte Oberfläche erkundet. Herbststücke, Herz(fund)stücke. Erdend. Sehnsuchtsnährend. Nach langen Spaziergängen, Laubhaufen, heissem Tee & Zimtluft.

Welche Dinge tragt ihr in euren Taschen?

Oben

Wolken im September

Manchmal schaue ich auf  – und denke – wow!
Ich werde mir der sich stetig umformierenden Wattebäuschen dort oben am Himmel erst einmal wieder bewusst.
Als ob sie vorher gar nicht da gewesen wären.
Der Blick war zu weit nach unten gerichtet.
Wie toll sie aussehen. Die Wolken. Jetzt, gleich, nachher.
In hell oder dunkel. Kompakt oder locker leicht.

Auch deswegen mag ich mein kleines Heimbüro unterm Dach so gerne. Weil ich die Wolken im Blick habe.

Schöne Wolken von hier & anderswo gibt es auch auf der Seite der Cloud Appreciation Society zu sehen. Von fluffig bis bedrohlich.

Eine Palme für den Balkon

Eine Palme für den Balkon

Wir retten. Meist Spielsachen wie nicht funktionierende Puppen-Badewannen oder hölzerne Autohäuser, aber auch gerne Möbel, denen ihr einstiger Schick abhanden gekommen ist und die sich über einen Neuanstrich freuen würden. (Meist allerdings erstmal im Keller landen)

Heute mal was anderes: eine Palme.
Vom großen Kind aus dem Augenwinkel hinter einer Tonne entdeckt. Das Sperrmüll-Rettungs-Gen wurde erfolgreich weitervererbt.
Jedenfalls musste das gekrümmte Pflänzchen mit nach Hause.
Eine Palme wollte ich immer schon mal habe. Ich dachte da allerdings eher an eine Schatten spendende für die Terrasse neben dem Pool, zwischen den Olivenbäumen, am noch zu findenden Zweitwohnsitz. Mit ein paar Datteln dran oder so.

Aber fangen wir mal klein an. Ich fürchte nur, dass dieses Exemplar eher für den Innenraum als für den Balkon gedacht ist.
Hat jemand Erfahrung mit der Freiland-Haltung?

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Widerborstiges Pflänzlein

Auch widerborstige Wesen tragen Schönheit in sich. Es fällt nur manchmal sehr schwer, sie zu erkennen – und zu verteidigen.

Die Brombeere (Rubus sectio Rubus)

Brombeere

Ein kleines Mitbringsel aus dem Wald.
Während ich am Schreibtisch sitze, ist die Familie zwischen Nadel- und Laubbäumen umhergesprungen und hat neben Käfern, Fröschen und anderem Getier auch ein paar Beeren gefunden – und mitgebracht.
Weich und fruchtig, aber noch ein bisschen säuerlich auf der Zunge.
Ein Beerchen ganz nach meinem Geschmack.

Die Stranddistel (Eryngium maritimum)

Stranddistel aus Sardinien

Meine Fundstücke- & Sammelkisten sind frisch aufgefüllt. Fotografisch und in echt.
Pflanzen, Algen, Steine, Muscheln, eben all das, wonach man sich am Strand & Wegesrand so bückt und in die Taschen gleiten lässt. Das Meiste davon findet auch den Weg mit nach Hause, um sich sich mit anderen Fundstücken in diversen Schachteln zu paaren.

Auch wenn sich die Spitzen dieses Pflänzchens desöfteren in meine Zehen & Fußsohlen gebohrt haben, mag ich ihre spröde, zackige Anmutung sehr. Die filigrane Widerspenstigkeit, die in ihren Blättern und Stengeln steckt.
Ausserdem gefällt mir ihr poetischer zweiter Namen: Meer-Mannstreu.

Habt ein schönes Wochenende!

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