Wenn einer eine Reise tut

Sommerurlaub 2011

… dann kann er was erzählen.

Vom weiten Meer und von hohen Bergen nämlich.
Von Schiffen & Flugzeugen, von köstlichem Eis, süßen Törtchen & kühlen Limonaden. Von Burgen und Kutschen, von bimmelnden Kühen und zutraulichen Kätzchen, die Kinderherzen im Nu erobern. Von Krebsen, Fischen und Muscheln, die unbedingt gesammelt und mitgenommen werden müssen. Von Ameisen, Eidechsen und anderem Getier, das hinter jeder Ecke entdeckt wird.
Von Steinen, die erst in Formationen, dann in Taschen wandern. Von treibenden Schönheiten, die an Land ganz kläglich aussehen. Vom Wasser, das Wünsche erfüllt und von französischen Madames, die ohne Unterlass reden. Von neuen und alten Bekannten. Von unterschiedlichen Urlaubsvorstellungen von groß und klein. Vom Strand, an den alle wollen und von großen Wellen, die Ringe fressen.

Vor allem aber von von ganz viel Sonne, die Herz und Seele erwärmt.

Prummetaat

Prummetaat beim Sonntagssüß

Kein Sommer ohne Prummetaat!
Weil der Urlaub kurz vor der Tür steht – und ich Angst hatte, danach nicht mehr in den Genuß zu kommen– und weil die Pflaumen am Baum schon so früh reif waren, war es gestern Zeit für eine typisch rheinländische Spezialität: den Prummetaat. (Oder heißt es die Prummetaat?)
Mit zuckersüßen Pflaumen, den Prummen eben, einem nur halb so dicken Hefeteig, wie man ihn sonst in den hiesigen Bäckereien bekommt und einem Hauch Zucker & Zimt obendrauf eine wahre Köstlichkeit.
Wie gut, dass noch ein letztes Stück da ist, das mir den Montag gleich auch noch versüßt!

Sommerhimmel

Der Sommer ist da: ich sitze noch immer draussen, mit nackten Füssen, ohne zu frieren, dicke Hummeln summen von Blüte zu Blüte und die Schwalben sausen über meinen Kopf hinweg.

(Die kleinen schwarzen Punkte sind übrigens die Schwalben! Eigentlich fliegen hier viel, viel mehr, aber sie sind einfach zu schnell für meine lahme Handykamera – die richtige wurde unvorsichtigerweise einem belgischen Sandsturm ausgesetzt – und meine Arme zu schnell schlapp vom Handy in die Luft halten … )

Bitte mehr davon!

Puuu!

Ein bisschen Gelassenheit könnte ich grad gut gebrauchen!
Innerer Frieden, wo bist Du?

Die langherbeigesehnte Hitze scheint einem Teil der Familie auf das Gemüt und anderen damit auf die Nerven geschlagen zu haben. Bei uns gab es heute schon mal ein paar Gewitter, neben blaue Flecken, herunterfallenden Gabeln und stürzenden Gläsern, Schreikrämpfen und einem abgebrochenen Schlüssel (im Schloss!). What a day!

Ich hatte mich eigentlich heute lesenderweise und ganz entspannt im Liegestuhl gesehen …

Mir ist nach Sommer zumute

Ins Wasser springen würde ich jetzt auch so gerne …
Wassermelone, der Geruch von Sonnencreme, Strohhut, quietschende Kinder im Wasser und Sand auf der Zeitung.
Stattdessen: lange Hose, Tuch um den Hals und warmer Kaffee im Glas. Wo ist der Sommer hin?

Zum temporären Sehnsucht-Stillen: dieses tolle Illustration von Andrew Lyons, zumindest ein Ausschnitt daraus.

sonntagssüßer Grieß mit Beeren

Manchmal muss man sich entscheiden: Kuchen oder Nachtisch. Beides geht schließlich nicht (immer), schon gar nicht, wenn man an seiner Bikini-Figur arbeitet …
Auf Wunsch zweier Kleiner, gepaart mit der heutigen (Back-)Faulheit einer Großen, gibt gab es schnell und einfach einen Grießbrei. Mit Beeren, genauer gesagt Erdbeeren, denn die werden hier mindestens genauso geliebt (und auch mal geklaut & heimlich unterm Tisch gegessen).
Doch – dank Mutters Vorsicht – haben es alle heil auf den Grieß geschafft, bis sie blitzeschnelle in kleinen Mündern verschwanden.
Futsch, leer, alle, ratzefatz.

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