Foeniculum vulgare

getrockneter Fenchel
Auch als Fenchel bekannt.
Das Kraut ist nicht nur gut gegen diverse Magenleiden und verströmt einen sehr gesunden Geruch, es sieht auch noch hübsch aus, wie ich finde!
Besonders in dieser getrockneten Variante, die ich in einer marokkanischen Berber-Apotheke erstanden habe. Dort sind sie eigentlich als Zahnstocher gedacht …
Die getrocknete Dolde fühlt auch auch tatsächlich an wie Holz und schmeichelt der Hand, die sie hält.
Besonders schön: Die Gesamtform der Dolde wiederholt sich am Ende der Blüte in Miniatur.

Osterflechten

Blasenflechte

Ich gebe zu, diese Pflänzchen ist nicht unbedingt die typische Frühlings-
pflanze, geschweige denn ein frühlingshaftes Zweiglein. Aber wenn überall Hasen herumhüpfen, rosa Zweige ihre Blüten in die Kamera strecken und Eier gedippt, gedyed oder gesprenkelt werden, mag und muss ich nicht noch weiter in die österliche Kerbe hauen. Zumal ich eh ein, naja, Oster-Muffel bin. Unsere Dekoration beschränkt sich auf ein paar Basteleien der Kinder, aufgetautes aus meinen Kindergartentagen und klassisch gefärbte Eier bei der Oma.
Vielleicht rührt meine diesjährige Muffelei aber daher, dass der schön ausgedachte Versuch, Eier mit Roten Beeten, grünem Tee, Blaubeeren & Safran zu färben, absolut in die Hose gegangen ist.
Die doofen Eier nahmen allesamt überhaupt keine Farbe an, so dass ich schließlich die übriggebliebenen Farben vom letzten Jahr aus der hinter-
sten Ecke der Küchenschublade hervorkramen musste, damit überhaupt noch ein Stück Schale bunt wurde!
Deswegen also heute keine Eier, sondern Flechten*.
Sieht auch schön aus. Finde ich.

Wobei … diese Eier-Färbetchnik würde mir auch gefallen …

 

*Hierbei handelt es sich vermutlich um eine Hypogymnia physodes, eine Blasenflechte, die ich letzten Sommer von spanischen Steinen geknibbelt habe.

Minze, Dill & Bohnenkraut

Kräuterschildchen

Und noch so einige andere Kräuter & Blumen habe ich im Laufe der Woche in große & kleine Töpfe  auf dem Balkon gesät.

Weil ich gerne weiß, was wo wann sprießt – und nicht alle Familienmit-
glieder Koriander von Petersilie unterscheiden können – habe ich in den letzten Jahren verschiedenste Beschilderungstechniken ausprobiert: Von lackierten Wäscheklammern (die immer von den Tontöpfen absprangen und nach kürzester Zeit verrostet waren) über Plastikwimpel bis hin zu »gravierten« Schieferplättchen.
Nichts davon hat mich so wirklich überzeugt.

Dieses Jahr bekommt also die allseits beliebte lufttrocknende Modellier-
masse ihren Outdoor-Auftritt. Geformt, gestempelt und anschließend mit Klarlack überzogen wandern die neuen Schildchen gleich in ihre Töpfe.
Mal sehen, wie lange sie durchhalten. In meinen persönlichen Balkon-Style-Contest landen sie jedenfalls auf Platz 1!

 

Rispengras

Es sind oft die ganz simplen Dinge, die mich faszinieren.
Die Form von Steinen, eckig, brüchig, rundgeschliffen.
Die unzähligen Farbvariationen von Sandkörnern.
Algen, die im Wasser schweben.
Getrocknete Früchte, Hülsen und Blüten.
Oder eben Gräser am Wegesrand.

Botanische Studien

Ackertäschelkraut

Neben diversen Zeichnungen, die als Grundlage für meine Stempel dienen, entstehen auch häufig »botanische Studien«. Manche direkt aus und in der Natur, mit dem Zeichenbrett auf den Knien. Andere erst später, wenn ich mal wieder in meine Sammelkiste schaue oder Vergessenes in der Blumenpresse entdecke.

Nachdem ich die erste Version dieses Krauts lange neben meinem Schreibtisch stehen hatte, habe ich vor ein paar Tagen nochmal Pinsel & Tusche zur Hand genommen und neu gezeichnet.
Nach etlichen Versuchen hat es diese Version an erste Stelle geschafft. Stolz und noch mit schwarzen Fingerspitzen hält das Ackertäschelkraut Einzug in den Shop.