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karamelo_Holundersaft_04 Holundersaft selbstgemachtHolundersaft selbstgemacht

Diesmal: Die kleinen, schwarzen, die mit Vorliebe vom Tisch auf den Boden herunterrollen und darauf warten, dass ein unaufmerksamer Fuß darauf tritt.
Und die soviel Geduld erfordern, um sie von ihren feinen roten Stielchen zu befreien. Aber deren herber Geschmack, der auch nach dem Süßen mit Zucker noch in zarten Nuancen bleibt, für mich pure Erinnerung ist. Versetzt mit Sprudelwasser die Limonade meiner Kindheits-Spätsommer.

 

—— Holundersaft ——-
Man nehme soviel Beeren,wie man pflücken und tragen kann. Entstiehle sie sorgfältig, gebe sie in einen großen Topf und fülle mit genau so viel Wasser auf, dass die obersten Kugeln gerade bedeckt sind. Einmal aufkochen und dann 10 Minuten leise köcheln lassen. Den Duft genießen.
Die heißen Beeren samt Wasser durch ein (Küchenhand)Tuch in einen zweiten Topf abseihen, das Tuch anschließend ordentlich drücken & quetschen, damit auch ja kein Tropfen des mühevollen Tuns verloren geht.
Nun kommt der (Rohrohr)Zucker dazu im Verhältnis 2:1, wenn man mag, sonst tut es auch weniger. Ein paar Zitronen pressen, Saft und Zucker zum Holundersaft geben und nochmal aufkochen. Noch heiß in sterilisierte Flaschen abfüllen – und Sprudel kaufen gehen.

Und wer genug gepflückt hat, der teilt den mit Wasser gekochten Saft in zwei Mengen und nimmt für die zweite Portion statt dem Rohrohrzucker Gelierzucker, ebenfalls den Saft von Zitronen, und kocht noch ein feines Gelee.

12 Comments

  1. julie September 13, 2013

    oh, die mühe lohnt sich. das hört man und wenn dann die schönen erinnerungen wach werden, um so mehr 🙂

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  2. mme ulma September 13, 2013

    alleine das etikett macht schon so viel augenköstlichkeit …

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  3. andré September 13, 2013

    zack bumm, und keiner wird mehr krank.

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  4. dasmaedchenmitdenlocken September 13, 2013

    War heute auch pflücken und habe ein bisschen Saft eingekocht. Lecker und gesund! 🙂

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    • Kathrin September 16, 2013

      Ich mag besonders, neben der Schorle, einen guten Schuß Apfelsaft dazu und heißes Wasser. Als Früchtetee zum Morgen.

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  5. käthe September 14, 2013

    hieR am liebsten waRm odeR in suppenfoRm. das stRippeln und abstReifen lohnt sich. die mühen beim eRsten gaumenantasten veRgessen. ach köstlich.

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  6. alma September 14, 2013

    welche schöne kugeln, flecken, schrift und den geschmack stelle ich mir vor 🙂 –
    holundersuppe mit greißklößchen ist auch fabelhaft – kndheitserinenrung :).

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    • Kathrin September 16, 2013

      Alma, Käthe, Holundersuppe habe ich noch nie probiert. Verratet ihr mir eure Rezepte?

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  7. wunderbarer schwarz-violetter saft!

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  8. tine / matimuk September 16, 2013

    sooo lecker!!

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  9. alma September 19, 2013

    schon gelöffelt?
    ich hoffe, es hat geschmeckt 🙂

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  10. rheingruen September 22, 2013

    Hätte auch große Lust zu pflücken, zu putzen, den Herbst einzurühren, den Septemberduft zu genießen… mmhhh. Iris

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